In 30 Sekunden zur eigenen Masterclass: Das Geheimnis unseres Marktplatzes
Wer schon einmal auf einer klassischen Konferenz war, kennt das Bild: Monatelang im Voraus geplante Agendas, endlose PowerPoint-Präsentationen und das ständige Warten auf die Kaffeepause, in der die eigentlich spannenden Gespräche stattfinden.
Beim LALA Day machen wir das anders. Wir haben keine vorgegebene Agenda. Aber wie genau füllen wir dann einen ganzen Tag mit wertvollen, tiefgehenden Inhalten?
Die Antwort ist unser „Marktplatz“ – der Ort, an dem im Rekordtempo die Themen entstehen, die euch wirklich unter den Nägeln brennen.
Die leere Wand und dein 30-Sekunden-Pitch
Unser Event-Tag beginnt gemeinsam vor einer riesigen, leeren Wand. Das ist unser Spielfeld. Wer ein Thema hat, das ihn aktuell im Arbeitsalltag beschäftigt, tritt kurz vor die Gruppe.
Die Spielregeln sind simpel:
- Du hast 30 Sekunden Zeit, um deine Idee zu pitchen.
- Du schreibst das Thema auf einen Zettel.
- Du klebst den Zettel an die Wand und reservierst dir damit einen Zeitslot und einen Raum.
So entsteht innerhalb kürzester Zeit unser komplettes, massgeschneidertes Tagesprogramm. Das Geniale daran? Das Programm ist zu 100 % relevant, weil es direkt aus der Community kommt.
Die wichtigste Regel: Keine Vorbereitung nötig!
Die grösste Hürde für viele ist der Gedanke: „Ich habe doch gar keinen fertigen Vortrag vorbereitet.“
Die gute Nachricht ist: Das musst du auch nicht! Für einen erfolgreichen Pitch am LALA Day brauchst du keine Lösungsansätze und erst recht keine Slides. Oft reichen die alltäglichen Stolpersteine aus, um die besten Diskussionen zu starten:
- Eine brennende Frage: „Wie bändigen wir unser chaotisches Backlog?“
- Ein Frust-Moment: „Warum scheitern unsere teuren agilen Tools so oft im Alltag?“
- Eine offene These: „Psychologische Sicherheit ist nur ein Buzzword – wer beweist mir das Gegenteil?“
Aus der Praxis: Ninas spontaner Erfolg
Dass man wirklich keinen grossen Plan braucht, hat Nina bei einem unserer vergangenen LALA Days perfekt bewiesen. Sie stand zum ersten Mal in einem Open Space und dachte sich beim Blick auf den Marktplatz spontan: „Komm, ich probier’s einfach.“
Ihr Pitch dauerte nur wenige Sekunden und lautete:
„Stell dir vor, es ist Retro – und keine/r geht hin.“
Das Ergebnis war fantastisch. Aus diesem einen, spontanen Satz entstand eine der spannendsten und ehrlichsten 45-Minuten-Sessions des ganzen Tages. 💥 Es wurde diskutiert, warum Retros manchmal einfach nicht ziehen, was Teams frustriert und wie man es besser machen kann.
Die Magie der Un-Konferenz
Das ist die pure Magie des Open-Space-Formats. Wir schaffen Raum für das, was jetzt gerade wichtig ist. Wir fokussieren uns auf echte Herausforderungen statt auf theoretische Best Practices.
Und ganz wichtig für alle, die sich jetzt vielleicht unter Druck gesetzt fühlen: Es gibt absolut keinen Pitch-Zwang! Wenn du am Marktplatz keine eigene Idee einbringen, sondern einfach nur zuhören und dich von den Sessions der anderen inspirieren lassen möchtest, ist das völlig in Ordnung. Das Prinzip der Selbstorganisation erlaubt es dir, genau dort zu sein, wo du den grössten Mehrwert für dich herausziehst.
Ein Thema, das dich im Arbeitsalltag immer wieder beschäftigt, reicht also völlig aus, um den Stein ins Rollen zu bringen. Trau dich – 30 Sekunden genügen!